Do. Okt 6th, 2022

Wenn schon eine RTF in unserem Revier und auf unserem Hausberg stattfindet, schauen wir uns das natürlich ganz genau an. Nach 2 Jahren kompletter Pause bzw. sehr eingeschränktem Veranstaltungsbetrieb starteten wir heute beim Giro Stormarn der RV Trave. Mit elf Fahrerinnen und Fahrern bilden wir eine der größeren Vereinsgruppen am Start. Geplant sind 90 oder 120 Kilometer, je nach persönlicher Vorliebe.

Der Start findet dieses Mal direkt am Exer statt. Knappe 300 Fahrer starten auf schönen, kleinen Straßen aus Oldesloe heraus in südöstliche Richtung. Auf der 1. Schleife bot der Track selbst uns neue, sehr schöne, Abschnitte. Dazu Sonnenschein, Schäfchenwolken, milde Temperaturen, ein sanfter kühlender Wind und eine SVS- Gruppe, die hervorragend rollt. Kein Wunder, das trainieren wir ja jede Woche 2 Mal. Es rollt problemlos. Bis kurz nach Tremsbüttel die Straße enger und eine Teamfahrerin das erste Mal auffällig wird. Sie schlägt an der Spitze ein enormes Tempo an. Was ist da denn los? Dazu später mehr.
Über Sülfeld und Borstel kommen wir zum 1. Kontroll- und Verpflegungspunkt auf dem Klingberg. Aufgrund von Personalengpässen ist das heute auch der einzige. D.h. bei 120 km gibt’s die dreifache Bergwertung. Die Verpflegung besteht aus Obst, Riegeln und Butterkuchen. Der ist so lecker, dass er in Windeseile weggefuttert ist. Bereits bei der zweiten Pause auf dem Klingberg nagen wir an Kuchenresten.

Die zweite Schleife der RTF führt uns über Kloster Nütschau und Poggensee in hügeliges Terrain. Das kennen wir in und auswendig, darum teilt sich die Gruppe in den Seefelder Hügeln in „zügig gemütlich“ und „sehr zügig“. Das geht bei uns ganz ohne Absprachen. Ein gutes Team versteht sich eben ohne viele Worte.
So rollen wir mehr oder weniger gemütlich, aber mit zunehmendem Gegenwind, im großen Bogen wieder Richtung Nütschau und Klingberg. Besagte Fahrerin von vorhin zeigt auch hier wieder ihre wahre Form. War morgens irgendwas im Müsli? Die Dopingkontrolle am Kontrollpunkt verweigert sie – sehr verdächtig.
Das Angebot an fester Nahrung ist inzwischen “abwechslungsreich”: Obst, Cracker und Salzstangen müssen jetzt reichen.

Die 90 km-Genussfahrer rollen von hier aus mit jeweils 2 Punkten gen Heimat, während sich eine kleine Gruppe Unermüdliche auf die restlichen 30 Kilometer machen. In flottem Tempo geht es durch das heimische Revier auf wohlbekannten Straßen gefühlte 10 Minuten später wieder auf den Klingberg – ein letztes Mal für heute. Für unseren Abschluss haben die Kollegen des RV Trave Sandwiches mit Käse und sogar Grillwurst im Angebot. Sehr gut, denn der Autor hätte inzwischen sogar Pappe mit Senf gegessen. Der Hungerast lässt grüßen.

Mit der finalen Stärkung rollen wir zufrieden nur noch den Klingberg runter nach Sülfeld. Gute 120 Kilometer und drei Punkten p. P. sollen für heute reichen, zumal langsam ein paar dicke Regenwolken aufgezogen sind und erste Tropfen abgeben. Perfektes Timing ist eine unserer Stärken.


Unser Testurteil: Schöne Veranstaltung, vielen Dank an den RV Trave! Die Sache mit dem Butterkuchen verbuchen wir als Erfolg. Es gab ja keine Reste, selbst von den Resten der Reste 😉

Neben der auffällig guten Form einer einzelnen Dame (den Namen gibt der Autor nur auf direkte Nachfrage heraus), kann ein persönlicher Rekord vermeldet werden: Unser Marcus hat heute seinen ersten 100er erfolgreich absolviert! Herzlichen Glückwunsch, da kannst Du wirklich stolz sein. Wir übrigens auch, weil wir Dich bei Deinem Unterfangen begleiten durften!

Die Tracks zum Nachfahren finden sich hier auf der Seite des RV Trave:
https://www.rv-trave.de/veranstaltungen/rtf-giro-stormarn/